Dienstag, 6. Oktober 2009

Queensland

Liebe Sonnenanbeter

Endlich hatte Barbara wieder Quartalsferien und wir konnten für zwei Wochen dem immer noch (für uns) zu kühlen und feuchten Wetter von Melbourne entfliehen. Im Norden Queenslands fanden wir in unserem Campervan das, was wir gesucht hatten: wunderschöne Landschaften, Sonne, Wärme und "Freiheit".

In Cairns übernahmen wir unseren Campervan, den wir von einem "Backpacker" zu einem neueren "Britz" ge-upgradet bekamen (dabei hatten wir früher immer über die "Britzlis" gespottet...). Wir hatten eine Strecke von ca. 350 km nach Süden vor uns, da wir am nächsten Tag von Townsville aus auf Magnetic Island gehen wollten. Viel Zeit für Stopps liess diese Strecke nicht zu, aber der Strand in Mission Beach liess unsere Herzen schon einmal höher schlagen.

Magnetic Island erreichten wir nach einer lediglich 20-minütigen Fahrt mit der Fähre. Den grössten Teil der knapp zwei Tage auf der Insel waren wir mit dem Mini-Moke oder dem topless car (von Barbara "Barbie-Auto" genannt) unterwegs, was absolut cool war und zur Insel passte!







Das Wetter war perfekt und die Insel einfach supertoll. Zwar waren wir am Sonntag nicht die Einzigen auf der Insel, aber in der wunderschönen "Arthur Bay" fanden wir den absoluten Frieden, da der Weg dorthin so gut versteckt war, dass nur wenige dorthinfanden.







Michel nützte die Gelegenheit, um zu schnorcheln und war ganz begeistert, dass er hier im Gegensatz zu den Malediven lebende Korallen anfand.

Die Übernachtung im Safari Tent war ebenfalls ein tolles Erlebnis: Ein bisschen Komfort (Bett), aber trotzdem in der Natur.

Nach den vielen Stränden entschlossen wir uns danach, im Inland wieder in Richtung Cairns zu fahren. Bald nach Townsville begann dann das trockene Outback. Charters Towers, ein Städtchen, das früher wegen dem Gold bis zu 20'000 Einwohner hatte, war erfrischend untouristisch, erstaunlich grün und unglaublich voll von Flying Foxes (die auch tagsüber munter herumflogen - ein amüsantes Schauspiel).

















Die Fahrt weiter nach Norden führte über eine sehr interessante Strasse: Zwischendurch gab es immer wieder längere Abschnitte, an denen die Strasse einspurig wurde. Wenn also ein Auto entgegenkam, mussten beide halb auf die "gravel road" ausweichen. Wenn allerdings ein Road Train (mit seinen drei Anhängern 53 m lang) entgegenkam, so waren wir im Tourist Office in Charters Towers bereits instruiert worden, mussten wir ganz auf die Seite fahren und anhalten, damit der Riesenlasti auf dem Asphalt weiterdonnern konnte. So kamen wir zwar nicht so schnell vorwärts, aber es war ganz unterhaltsam.

Im Undara Nationalpark kamen wir voll auf die Fauna-Kosten: Da gab es die riesigen schwarzen Kakadus (mit rotem Schwanz), die ultralustigen Kookaburras ("Lachender Hans"), zig Kängurus und Wallabys, einen Storch-Reiher-artigen Vogel sowie ein(en?) Betong (eine Art Mini-Känguru), von dem uns gesagt wurde, dass er gerne in Zehen beisse - deshalb fanden wir es nicht so lustig, dass uns der kleine Hüpfer fast in den Camper sprang...















Der eigentliche Grund für den Besuch des Undara Nationaparks waren jedoch die Lava Tubes. Einer der vielen (schon lange inaktiven) Vulkane dieser Gegend hatte vor zigtausend Jahren beim Ausbruch nach dem Abfluss des Lavas lange "Röhren" oder "Tunnels" hinterlassen (insgesamt 160 km lang). Zwar war es sehr dunkel in diesen Löchern, aber dank des starken Strahlers unseres Guides (der Nationalpark ist nur mit Guide zugänglich) und der guten Kamera sahen wir die faszinierenden Farben sehr gut. Dieser Besuch war recht eindrücklich.



















Am nächsten Tag begann die ca. eine Woche lang dauerne Einschränkung der Sicht durch Staub, Dunst und Rauch in der Luft. So sahen wir vom Atherton Tableland und seiner hübschen hügeligen Landschaft nicht sehr viel. Aber die zahlreichen Wasserfälle, von denen der Millaa Millaa Fall auch am Ende der Trockenzeit wohl der schönste ist, zogen uns trotzdem in ihren Bann.











Daneben bot auch hier die Tierwelt wieder viel zum Staunen. An Wallabys, die durch den Campingplatz hüpfen, hatten wir uns ja schon fast "gewöhnt" (viele von ihnen mit Joey - also Baby - im Beutel). Daneben sahen wir Echsen, sensationellerweise einen Platypus, Schildkröten und... EINE SCHLANGE! Wir waren in unseren Flip-Flops auf einem Rundweg um den Lake Barrine, als Barbara (vorne laufend) fast auf eine Schlange trat, die schon aufgerichtet und zur Attacke bereit war. Michel rettete Barbara jedoch vor dem Biss, und so schlängelte das Tierchen dann unverrichteter Dinge davon. Ab da hätten über unseren Köpfen Tausende von Tree Kangaroos oder Pythons sitzen können - wir nahmen sie nicht mehr wahr, da wir nur noch auf den Weg schauten und darauf achteten, dass wir nicht nochmals einer Schlange begegneten...

So machten wir uns schnell aus dem Staub und fuhren nach Cooktown, dem nördlichsten Punkt unserer Reise. Da wir nicht mit einem 4WD ausgestattet waren, mussten wir die Inland-Route nehmen, aber da wir die Weiten und die Einsamkeit lieben, war auch diese Fahrt faszinierend. Die Strecke führte an mehrern Hügelketten sowie auch an den "Black Mountains" vorbei, was wie so noch nie gesehen hatten.






Cooktown ist ein historisch sehr wichtiger Ort, da Captain Cook dort zum ersten Mal australisches Land betreten hat - gezwungenermassen, da sein Schiff durch das Riff beschädigt worden war. Allerdings wird diese geschichtliche Bedeutung nicht wirklich vermarktet: Ausser einer Statue von Captain Cook, ein paar Gedenktafeln und einem kleinen Museum erinnert nicht viel daran. Trotzdem war der Campingplatz zum Bersten voll, denn Cooktown ist einerseits ein beliebter Ort zum Fischen (was eine Lieblingsbeschäftigung vieler Aussies ist) und andererseits der Ausgangspunkt zum Cape Yorke (nur mit 4WD erreichbar). Wir mit unserem Campervan waren somit praktisch Exoten dort oben. Das Örtchen ist aber wirklich hübsch.

Danach nahmen wir den Daintree National Park und Umgebung noch einmal unter die Lupe. Vor 5 1/2 Jahren hatte er uns nur bei Regen empfangen, doch dieses Mal sah alles viel besser aus. Leider war die Sicht immer noch stark getrübt, sodass das Meer seine Farbe nicht ganz so intensiv ausspielen konnte, aber es die Fahrt, durch den Regenwald bis zum Cape Tribulation, die Boardwalks und die wunderbaren Strände waren einfach fantastisch! Leider sahen wir auch dieses Mal keinen Cassowary (die Schilder müssen ein Touristenköder sein) - und auch kein Krokodil, aber für zweiteres waren wir dankbar.


















Da wir Kuranda letztes Mal bereits mit Gondel und Zug bereist hatten, fuhren wir dieses Mal "nur" mit dem Auto hin. Wir waren aber sehr überrascht, dass dieses Mal kaum Touristen dort waren und das Schlendern durch die Märkte und Läden so sehr angenehm war.







Bevor wir unser liebgewonnenes Camperli wieder abgeben mussten, suchten wir noch die Crystal Cascades ausserhalb von Cairns auf. Michel fand dort den idealen natürlichen Whirlpool und verbrachte fast Stunden darin (zeitweise sogar mit einem Buch in der Hand!).
Herrliche Ferien mit so vielen Erlebnissen, keinem einzigen Tropfen Regen und superschönem Wetter... Da fiel es uns schwer, wieder ins kühle Melbourne zurückzukehren. Aber da wir auf dem Rückweg erfuhren, dass noch in der folgenden Nacht die Sommerzeit beginnen würde, fühlte es sich wenigstens so dem Sommer ein bisschen näher an.

Zum Schluss wie (fast) immer ein paar weitere lustige Schilder ;-)











Dienstag, 15. September 2009

Wilsons Promontory

Liebe Naturfreunde und -innen

Für unser Wochenende im Wilsons Prom, einem Nationalpark am südlichsten Punkt Victorias und von Australiens Festland, begleitete uns das beste Frühlingswetter, das man sich wünschen konnte: Alle hatten uns gewarnt, wie furchtbar kalt es "dort unten" sein würde. Doch wir konnten Fauna und Flora bei bis zu 24 Grad geniessen! Wie herrlich! Aber alles der Reihe nach.

Bei schönstem Sonnenschein machten wir uns auf den Weg aus der Stadt aufs Land. Die Grand Ridge Road, eine Route, die uns als eine der schönsten von Victoria angepriesen wurde, sollte uns von Warragul über 132 km durch das West Gippsland führen. Diese Strecke war tatsächlich sehr schön: Auf teilweise unsealed roads führte sie durch Frühlingsblumen, zwischen Hügeln der Strzelecki Ranges hindurch (Erinnerungen ans Appenzellerland kamen auf) und an diversen Tieren vorbei.








Leider wurde unser Abenteuer auf der Grand Ridge Road schon bald ziemlich abrupt gestoppt: Als wir vor (oder hinter?) einer Herde Kühe, die einfach nicht in die richtige Richtung gehen wollten, auf den Durchlass warteten, machte uns der Bauer auf einen platten Hinterreifen aufmerksam. Aber wir, als seit letztem September routinierte Radwechsler, liessen uns davon nicht aus der Ruhe bringen, sondern wechselten so souverän das Rad, dass sogar die Kühe zum Staunen nicht rauskamen.

Allerdings musste der kaputte Reifen natürlich geflickt werden, deshalb verliessen wir die Grand Ridge Road, fuhren nach Leongatha, wo die Sache innerhalb einer halben Stunde für läppische 20 AUD rasch behoben wurde und düsten dann bei leider immer mehr bewölktem Himmel zur Küste, wo uns ein erster Ausblick auf das Wilsons Prom geboten wurde, und danach zu unserem Cabin in Yanakie, vor dem Eingang zum Nationalpark.








Die Cabin war so richtig schön auf dem Land, umgeben von ein paar Alpacas und Kühen, weissen Kakadus und v.a. viel, viel Natur. Die Stimmung vor dem Sonnenuntergang, die wir von unserer Veranda aus bestaunen konnten, war einfach fantastisch!











Am nächsten Tag war es bereits um 9 Uhr so warm, dass wir zum ersten Mal seit Monaten draussen frühstücken konnten! Wer hätte das gedacht?! Dieser Tag mit dem Ziel Wilsons Prom konnte ja nur super werden!
Zwar war der Himmel meist mit hochnebelartigem Gewölk bedeckt, aber es war so schön warm, dass es trotzdem genial war. Im Nationalpark bestaunten wir v.a. Strände mit absolut fantastischen Felsen. Dank der wenigen Touristen, die sich im Frühling hierhin verirren, war es auch nicht weiter schlimm, dass einige Attraktionen und Walking Trecks wegen den Bushfires, die auch hier im vergangenen Januar gewütet hatten, noch gesperrt waren. Allerdings war der Anblick der abgebrannten Flächen nicht unbedingt schön.
























Neben der faszinierenden Landschaft hatte unser Ausflug in diesen Nationalpark einen anderen Höhepunkt: Wir sahen tatsächlich zum ersten Mal einen lebenden Wombat (bzw. sogar deren zwei)!!! Es war ein absolut umwerfendes Erlebnis, dieses süsse Tier nur ca. 3-4 Meter von uns entfernt beim friedlichen Grasen beobachten zu können! Dies stellte die Emus und Wallabys, die wir daneben noch sahen, etwas in den Schatten.

Am nächsten Tag regnete es dann leider zunächst, aber für unsere Rückkehr machte das nicht viel aus - ausser dass unser Auto auf der kleinen, aber trotz Regen wunderschönen Strasse enorm dreckig wurde.
In Korumburra besuchten wir noch die Ausstellung "Coal Creek", wo das Leben in einem Kohlestädtchen, wie Korumburra früher eines war, nachgebaut war.

Dieses Wochenende war absolut fantastisch, und Wilsons Prom absolut empfehlenswert!



Zum Schluss wieder einmal eine Quizfrage: Welches Tier tarnt sich in folgendem Foto?

Sonntag, 13. September 2009

Play-offs in Melbourne

Liebe Sportfreunde

Bereits zu einem früheren Zeitpunkt haben wir euch über Australian Football (genannt Footy) berichtet. Nach 22 Runden begann nun anfangs September der Monat der Wahrheit, sprich die Playoffs. Wir liessen es uns natürlich nicht nehmen, diesem Spekakel nochmals beizuwohnen, da ja schliesslich die nächste Saison erst im nächsten Jahr beginnen wird.

Zur Einstimmung auf die Finalspiele besuchten wir in Runde 22 noch das Spiel von St. Kilda gegen Melbourne.

Zur Ausgangslage nach Runde 21

St. Kilda: Rang 1 in der Tabelle, 19 Siege und 2 Niederlagen (wobei diese beiden Niederlagen in den Runden 20 und 21 waren), häufig genannter Favorit auf den Meistertitel, Michels Team




Melbourne: Rang 16 in der Tabelle, 4 Siege undd 17 Niederlagen, wollte die letzte Runde unbedingt verlieren, da sie damit für die neue Saison die besseren Spieler auswählen konnte (eine Spezialregelung für Mannschaften, welche 2 Jahre lang nicht mehr als 4 Siege einfahren...), Barbaras Team



Das Spiel versprach also nicht allzu viel Spannung, deshalb liessen wir uns natürlich etwas einfallen, um das Rahmenprogramm interessanter zu gestalten. Eine Arbeitskollegin von Barbara ist Mitglied im MCC (also im Melbourne Cricket Clubs) und hat dabei die Möglichkeit, Gäste in den Memberbereich des Stadions mitzunehmen. Das liessen wir uns natürlich nicht entgehen (was für uns aber bedeutete, entsprechend angezogen zu erscheinen). Wie sich zeigt, lassen sich Anzug, Kravatte und St. Kilda-Pulli bestens miteinander kombinieren (die Kombination von Anzug und Supporter-Utensil war gang und gäbe im Member-Bereich). So hatten wir also - trotz eindeutiger Angelegenheit auf dem Feld - einen spannenden Nachmittag beim Footy. Natürlich durften auch Meat-Pie und Bier nicht fehlen. Beim Rundgang durch die Gänge des Member-Bereichs sind wir dann sogar noch auf ein Bild aus früheren Zeiten mit einem Verwandten von Carole (die Lehrerkollegin von Barbara) gestossen. Auch einen Blick ins Sport-Museum liessen wir uns natürlich nicht nehmen.





















Barbaras Team Melbourne lag zwar kurzzeitig in Führung (was Barbara zu entsprechendem Foto veranlasste), aber das Endresultat auf dem zweite Foto spricht dann doch eine deutliche Sprache...








Wesentlich angespannter war Michel dann die darauffolgende Woche, als wir uns schon wieder im Stadion einfanden. Dieses Mal stand die erste Runde der Play-offs an und es ging um den Einzug ins Halbfinale. Das Spiel war St. Kilda gegen Collingwood (oder die Saints gegen die magpies). Die Stimmung war natürlich eine ganz andere, ging es doch hier um viel mehr als nur um einen Sieg in einem Vorrundenspiel. Die Menge von fast 85'000 Personen im Stadion trug das Ihrige dazu bei, dass die Atmosphäre einem so wichtigen Spiel würdig war. So ganz nebenbei durften wir noch miterleben, wie die Polizei drei Reihen oberhalb von uns eingriff und einen unanständigen Gast abtransportierte....










Michel war aber mit dem Spiel schon genügend beschäftigt, insbesondere weil die Saints (wie oft) einen schlechten Start hatten und schnell ins Hintertreffen gerieten. Schritt für Schritt bekamen sie das Spiel jedoch in den Griff und so konnte Michel das letzte Viertel schon fast geniessen, da doch immer ein relativ sicherer Vorsprung herrschte. Und wie die Impressionen zeigen, Michel war bei weitem nicht der einzige Saints Fan...:-)















Es war ein super Erlebnis, in einem Stadion mit 85'000 Menschen zu sitzen und die Stimmung aufzunehmen. Auch wenn es während des Spiels natürlich einige Buh-Rufe und Anfeuerungen für die eigene Mannschaft gab, am Ende gingen doch alle (zumindest was wir mitbekommen haben) friedlich zur Zugstation. Dabei mischten sich die Fans der beiden Mannschaften ohne irgendwelche Gehässigkeiten. Abgesehen vom überfüllten Zug war es also richtig angenehm...:-)


Liebe Grüsse und bis bald,
Die Fischerlis

Mittwoch, 2. September 2009

Heimweh

Ein Grüezi in die Schweiz

Nein, ihr müsst euch keine Sorgen machen. Wir kommen noch nicht nach Hause...:-) Aber wir haben letzte Woche ein Heimweh-Wochenende durchgeführt, hauptsächlich aber in kulinarischer Hinsicht.

Am Samstag hatten wir Freunde von Barbaras Schule zu Besuch, um ihnen einen kulinarischen Einblick in die Schweizer Kultur zu geben. Es gab daher echtes Schweizer Käsefondue. Wir haben es richtig genossen, mal wieder Schweizer Küche aufzutischen (und aufgetischt zu bekommen). Dennoch war das Käsefondue natürlich australisch angehaucht, wie sich auf den Bildern sehen lässt. Neben dem obligaten Weisswein waren auch Rotwein und Bier willkommene Erfrischungsgetränke zum Fondue. Und nicht zuletzt kam das Käsefondue aus einem Chinoise-Pfännchen (aber in dieser Pfanne wird in Australien Fleisch-, Käse- und Schokoladenfondue gemacht, daher passte das bestens).



Es war gar nicht so einfach, Schweizer Käse-Fondue in Melbourne zu erhalten. Aber Internet sei Dank wurden wir auf eine Schweizer Metzgerei aufmerksam, welche ebenfalls Schweizer Käse importiert. Und tatsächlich, hier liess sich der gesuchte Käse finden.

Die Schweizer Metzgerei hatte aber noch eine zweite freudige Überraschung auf Lager. Mitten in verschiedenen Wurstvariationen war ein richtiger Cervelat zu finden. Da musste Michel natürlich einfach zuschlagen und diesen zum BBQ mitnehmen. So sieht also eine schweizerisch-australische Wurstmischung auf dem Grill aus!


Nach dem Schweizer Wochenende sind wir nun wieder gestärkt, um die australische Küche für einige weitere Monate zu geniessen (und damit natürlich auch die weitere Zeit hier Down Under).

Liebe Grüsse und bis bald,
Die Fischerlis

Samstag, 29. August 2009

Winter Concert

Liebe Musiker/innen

Während zwei Wochen wurde der Schulalltag stark durch diverse Proben der unterschiedlichsten Orchester, Bands, Chöre etc. beeinträchtigt. Das Resultat (das Winter Concert) war dann als Dank dafür, dass wir Lehrkräfte kaum regulären Unterricht halten konnten und nie wussten, wie viele Schüler/innen wann wieder einmal wofür fehlen würden, obligatorisch für alle Unterrichtenden...

Michel begleitete mich (natürlich Barbara) zu diesem Anlass, der in einer grossen Halle an der Monash University stattfand. Was wir zu Gesicht und Ohren bekamen, waren 15 verschiedene Gruppierungen, die je zwischen 1 und 4 Stücken zum Besten gaben. Darunter waren u.a. Orchester, die nur aus einem Jahrgang bestanden, eine kleine Band, die Senior Stage Band (mit den besten der besten Musikern), Percussion Bands, Streichorchester, den McKinnon Chor etc. Zu guter Letzt dann traten alle 7. und 8. Klässler sowie die Musikschüler/innen der 9. bis 12. Klasse gemeinsam im "Massed Choir" auf (bis 500 Schüler/innen). Einige Stücke und Orchester waren richtig gut, andere natürlich etwas weniger. Alles in allem war es recht unterhaltsam.Aber...
Nach jeder Gruppe musste die Bestuhlung geändert werden, was trotz dem offensichtlichen Vorhandensein von Plänen, welche die Bestuhlung aufzeigten, und zahlreichen eifrigen oder über-eifrigen Helfern sehr lange dauerte. Auch eine Pause durfte nicht fehlen. Und so endete das Konzert, das um 7.30 Uhr (abends natürlich) seinen Anfang genommen hatte, erst um 11.20 Uhr! Ich war zwar von anderen Lehrkräften im Vorfeld gewarnt worden, dass es länger dauern könnte, doch auf diese Länge waren wir nicht vorbereitet gewesen! Unsere Zuhörer-Qualitäten wurden gegen das Ende also ziemlich strapaziert. Obwohl die Schule am nächsten Tag erst nach der grossen Pause (10.45 Uhr) startete, war die Länge unter Lehrkräften sowie Schülern/innen das grosse Thema...

Wir sind gespannt, ob in der Schweiz an der KSK nun die Vortragsabende auch obligatorisch werden ;-)

Montag, 24. August 2009

Staff Dinner

Liebe Festbrüder und -schwestern,

Am letzten Samstag wurden alle Angestellten der Schule (ohne Putzkräfte, da die nicht zum Staff gezählt werden) mit ihren Partnern zum Staff Dinner eingeladen - zum Dank für ihre geleisteten Dienste.

Das Ganze fand im Clubhaus des Golfclubs, bei dem einer der Prorektoren Mitglied ist, statt. Da jener Golfclub ziemlich exklusiv ist (der Mitgliederbeitrag ist etwa mit schweizerischen Verhältnissen vergleichbar!), war das Setting und der Dresscode "semi-formal", was aber von den meisten Frauen als "formal" ausgelegt wurde. Die Männer mussten in Krawatte und Anzug antraben und einige Frauen putzten sich wirklich enorm heraus (z.T. kamen sie im Cocktailkleid!).

Ich ging da relativ bescheiden hin. Ja, "ich", denn Michel fuhr zuerst noch unseren Gast auf den Flughafen, um sicherzustellen, dass er auch tatsächlich abfliegt ;-)
Nachdem man sich an der Bar einen Drink geschnappt hat (selbst bezahlt - nur das Essen war für die Angestellten gratis, die Partner mussten alles selbst berappen), ging es in den "Esssaal".

Im Vornherein hatte man bei der Organisatorin angeben können, mit wem man den Tisch teilen wollte. So sass ich zusammen mit 5 Aussies (bzw. 4 Aussies und 1 Österreicherin) an einem der 13 Tische und genoss ein serviertes 3-Gang-Menü. Nach dem 1. Gang begann das grosse "Sesselrücken" und die Zusammensetzung an unserem Tisch änderte sich immer wieder.
(Auf dem Bild bin ich mit der Rektorin (links) und einer guten Kollegin (rechts) zu sehen.)








Eigentlich hatte ich erwartet, dass zumindest jemand aus der Schulleitung noch eine Speech halten würde, aber die blieb aus. Stattdessen ging "man" (d.h. ein Grüppchen) im Raum nebenan "in die Disco", d.h. tanzen.
Nach dem Dessert traf Michel ein und wurde sofort von diversen Aussies, die sich unbedingt mit meinem "hubby" unterhalten wollten, in Beschlag genommen ;-)

Es war ein sehr unterhaltsamer Abend... Und um zu zeigen, dass wir diesen Abend schätzten, blieben wir - wie das anständige Gäste tun - auch bis zum Schluss: Nach Mitternacht wurden alle "rausgeschmissen".