Freitag, 3. August 2018

British Columbia (Mainland)


Unser Camper brachte uns zuverlässig (wenn auch bergauf nicht gerade wie ein Rennauto) kreuz und quer durch British Columbia, auf dem stark befahrenen Trans Canada Highway 1 via die Nationalparks Yoho, Glacier und Mt. Revelstone nach Kamloops, dann auf einem Abstecher auf den weniger stark frequentierten, dafür aber auch kurvenreicheren Highway 99 via Lillooet und Whistler an die Küste in North Vancouver.

Diese Strecke zeigte uns ganz unterschiedliche Facetten von Kanada: 
Teilweise fühlten wir uns wie der Schweiz, wie zwischen Lake Louise bis vor Kamloops.
Yoho NP
Emerald Lake
Mt. Revelstoke
  

 oder in Whistler: 

Man beachte die Suspension Bridge im Hintergrund, auf die sich aber niemand von uns getraute....)


Dann aber änderte sich das Gesicht auch wieder ganz und es wurde enorm trocken, aber dadurch auch fantastisch anders:

nach Revelstoke
vor Kamloops
vor Lillooet
Lillooet
Wir waren sehr überrascht von den vielen Seiten, und auch wenn diverse Teile ähnlich aussehen wie in der Schweiz, gibt es doch einen grossen Unterschied: die Dimensionen, denn alles (nicht nur die Essensportionen oder Camper) ist hier grösser und grosszügiger.


Mittwoch, 1. August 2018

Banff National Park

Nach fast unendlich scheinenden Ebenen fuhren wir nun tatsächlich auf die Rocky Mountains zu. Die Fahrt dahin geriet unerwartet zu einem kleinen "Abenteuer": Die dunkelschwarzen Wolken brachten eigenen regelrechten Wolkenbruch und Sturmböen mit sich. Viele Autos hielten am Strassenrand und warteten ab, bis der Spuk vorbei war. Nicht so Fischerlis, die sich tapfer durch Wasser und Wind kämpften. Nachdem das Ärgste vorüber war, sahen wir jedoch, dass es nicht weit weg von uns noch viel übler gewütet zu haben schien:


Das Wetter war dann vorübergehend und wechselhaft. Da der Campingplatz in Banff (ausser der "Panikmache" vor den für uns unsichtbaren Bären) nicht wirklich romantisch war, machte es uns auch nichts aus, nach einer Nacht weiterzufahren.
Auf den Gipfel des Tunnel Mountains mit schöner Aussicht auf Banff schafften wir es noch bei schönem Wetter,

aber kaum waren wir wieder unten beim Camper angekommen, begann es zu schütten. Ein Grund mehr also, uns in den 39 Grad warmen Hot Springs in Banff aufzuwärmen, was leider zu viele andere Touristen auch vorhatten. 😒

Die nächsten zwei Nächte verbrachten wir in Lake Louise. Der Campingplatz war so, wie wir es uns in Kanada eigentlich vorgestellt hatten: Mitten im Wald, mit genügend Platz zwischen den Campern. Der einzige Minuspunkt waren die Güterzüge mit über 170 Wagen (von Amina und Nael gezählt), die jeweils durch die Nacht mit ohrenbetäubendem Hupen an uns vorbeiratterten (was allerdings drei von vier Fischerlis gar nicht hörten).

Der Hype um den Lake Louise selbst ist so enorm, dass wir ihn zunächst von der anderen Seite aus der Ferne anschauten (von der Skirennstrecke).


Als wir den See selbst dann endlich doch noch aus der Nähe zu sehen kriegten, war das Wetter leider nicht ganz so, dass die schöne Farbe des Sees gut zum Ausdruck kam, aber mit dem Gletscher im Hintergrund ist er halt doch schön.
Nun wünschen wir uns endlich mal ein paar Bären zu sehen...





Drumheller

Endlich konnte unser Camper-Abenteuer starten. Nach einer für Nael und Amina viel zu langen Wartezeit machten wir uns in unserem für Schweizer Verhältnisse äusserst geräumigen, für kanadische jedoch bescheidenen Camper (oder RV, wie sie hier sagen) auf in Richtung Drumheller, der Dino-Hauptstadt der Welt.

Tatsächlich wird der Dinosaurier hier grossartig vermarktet: An allen Ecken des kleinen Orts steht wieder ein Exemplar, zur Freude von Nael und Amina. Den grössten Dino der Welt mussten wir natürlich besteigen - obwohl auch das kostete (anders als in Australien). (Kanada-Reisende müssen also definitiv ihr grosses Portemonee einpacken...)

Auf dem Dinosaur Trail bestaunten wir den wundervollen Horse Thief Canyon. Dieses Farbenspiel gefiel uns sehr. Das berühmte Dinosaurier-Museum, anscheinend ein Muss, liessen wir dann aber trotzdem aus, denn es schien (da Wochenende war) das halbe Calgary auch dort rein zu wollen. Und so beliessen wir es bei einer Rundfahrt auf dem Trail - inkl. kurzer Überfahrt auf der (kostenlosen) Seilfähre und ein paar Runden auf einem Go-Kart-Kurs (vor dieser Kulisse natürlich fantastsich).


Calgary (Alberta)

Ein vierstündiger Flug brachte uns von Toronto westwärts nach Calgary. Calgary ist zwar die mit ca. 1.2 Mio Einwohnern die viertgrösste Stadt Kanadas, aber Calgary Downtown ist sehr überschaubar und alles ist einfach zu Fuss zu erreichen.



















Barbara gefiel die Stadt sehr gut, obwohl die Strassen fast schon gespenstisch leer waren - vielleicht auch aus dem Grund, da es überall geschlossene Strassenübergänge (von einer Shopping Mall zur andern) gibt und es deshalb nur wenig nötig ist, sich tatsächlich auf die Strassen zu begeben. Michel konnte der Stadt weniger abgewinnen.



Der Calgary Tower, 1968 gebaut und damals der höchste der Welt - heute ist er zwischen den Hochhäusern versteckt - , offerierte uns einen schönen Überblick über die Stadt. Auch die Rocky Mountains waren in der Ferne zu entdecken.


Später besuchten wir auch den Olympic Park, der im Sommer zu einem grossen "Spielplatz" umgenutzt wird (auch wir konnten nicht ganz widerstehen). Da noch diesen September die Skisprungschanzen abgebrochen werden, wird aber wohl bald nicht mehr viel an die Olympischen Winterspiele in Calgary 1968 erinnern.