Sonntag, 19. April 2009

Melbourne Zoo

Liebe Tier- und Fischerlis-Freunde

Wir als (wie an unserer Hochzeit offenbart) Fans des Plättli-Zoos mussten natürlich einmal den grossen Bruder in Melbourne besuchen. An einem wettermässig nicht sehr schönen Sonntag machten wir den Melbourner Zoo unsicher. Und so viel sei bereits vorweggenommen: Wir als ziemlich Zoo- und Tierparkerprobte müssen zugeben, dass dieser Zoo tatsächlich einer der schönsten, wenn nicht sogar der schönste überhaupt ist, den wir je gesehen haben!

Da waren zuerst die Affen, die es Barbara ja schon seit ihrer Kindheit angetan haben. Denen könnte man Stunden zuschauen!



















Und die süssen Erdmännchen!












Und dann das absolut faszinierende und enorm liebevoll eingerichtete Elephant Village! Fantastisch! Es überbot beinahe die Elefanten selbst, die sich als eher träge und kamerascheu zeigten.












Daneben natürlich noch alle möglichen Arten von Tieren, die in sehr schönen Gehegen ihr neues Zuhause haben.















Das "unbekannte" Tier ist übrigens ein schlafender Wombat!

Der Nachmittag im Zoo war trotz des Wetters sehr unterhaltsam und schön. Jedem Besucher Melbournes, der mehr als einen Tag in dieser Stadt verbringt, sei diese Zoo empfohlen!

Und zu guter Letzt noch ein ganz seltenes Tier, das Barbara zugelaufen ist...





Freitag, 3. April 2009

Unser neues Zuhause

Liebe Fischerlis-Verfolger,

Sicherlich wolltet ihr eigentlich schon lange einmal wissen, wo und wie wir hier eigentlich so leben. Auch wenn die Bilder nicht viel aussagen oder wahnsinnig toll sind, wollen wir euch doch kurz einmal ein paar wenige Einblicke gönnen. Gehen wir von Gross nach Klein:

Unser neues Zuhause in Australien ist grob gesagt Melbourne. Währenddem sich unsere (oder v.a. Barbaras) Herzen früher nicht richtig für diese Stadt erwärmen konnten, müssen wir jetzt sagen, dass Melbourne uns jetzt sehr gefällt. V.a. in den Bereich dem Yarra River entlang wurde in den letzten Jahren einiges investiert, und so ist dies einer der attraktivsten Orte in Melbourne.







Natürlich wohnen wir aber nicht im CBD (Central Business District) von Melbourne, sondern etwas ausserhalb in einem Vorort namens Chelsea (da lassen wohl die Briten grüssen... oder war das eine Hommage an Bill Clinton's Tochter?). Vorort heisst hier aber, dass man immer noch im Melbourne-Kuchen ist. Chelsea sieht aus wie viele, viele andere Vororte: Entlang der Bahnlinie eine Hauptstrasse mit ein paar Läden, Cafés und Restaurants und dann hat es sich schon ziemlich. Neben der Nähe zum Strand hat Chelsea nichts zu bieten. Ausser vielleicht diesem netten "mural":







(Die Bilder passend zur folgenden Beschreibung sind leider der Zensur zum Opfer gefallen. Wir bitten um Verstaendnis.)
Dieses Häuschen in Chelsea ist seit knapp drei Monaten nun unser vorübergehendes Zuhause. Typisch für australische Häuschen in Vororten ist, dass sie 1. klein sind, 2. extrem nahe nebeneinander stehen und 3. durch einen hohen Bretterzaun blickdicht vom Nachbarn und von der Strasse abgetrennt sind. Als wir im Januar ankamen, war das wenige Gras um das Häuschen sehr braun und trocken. (Bewässern ist wegen der prekären Situation der Wasservorräte nicht erlaubt.) Knapp drei Monate später ist es doch schon recht grün(lich), da es in der Zwischenzeit mehrere Male geregnet hat.

Da Barbara alle Arbeit in der Schule erledigt und im Normalfall nichts nach Hause nimmt (und folglich dort keinen Arbeitsplatz braucht), bewohnen wir eigentlich nur diese drei Räume: Schlafzimmer, Küche und Wohnzimmer. (Die Fenster sind sehr speziell: Man kann sie nicht wirklich öffnen, sondern nur so ein bisschen aufdrehen (mit der Öffnung nach unten). So ist ein anständiges Lüften nur über die offenen Türen richtig möglich...)

Wir wollten für ein Jahr richtige Aussies sein, und so waren unsere ersten Anschaffungen ein kleiner Gasgrill und ein Esky (Kühlbox). In Australien sind sehr viele Parks mit Picknicktischen und Grillstellen (elektrisch oder mit Gas) eingerichtet. Deshalb war für uns diese Verbindung klar. Das Essen im Garten liegt zwar mangels Tisch und Stühlen nicht drin, aber zumindest können wir (bzw. kann Michel) grillieren, sooft wir wollen.

Auch sonst haben wir uns mit der australischen Lebensweise schon gut angefreundet. Das sind betreffend Haushalt v.a. a) das Abfallsystem und b) das Wassersparen.
Die Abfalleimer in den Küchen sind nie in die Küche eingebaut, sondern sind freistehende kleine Eimer (mit Deckel), in die meist eine Shoppingbag gelegt und mit Abfall gefüllt wird. Sobald der Sack voll ist, wird er nach draussen in die Mülltonne gebracht. Aber Achtung: Es gibt davon nicht nur eine, sondern gleich drei: eine rote, eine gelbe und eine grüne. Die rote ist für den allgemeinen Abfall. Die gelbe ist für alles Rezyklierbare (also Glas, Papier, Pet-Flaschen, Alu... zusammen). Und die grüne ist für Gartenabfall. Einmal pro Woche werden entweder rot und grün abgeholt oder rot und gelb. (Michel stösst dann also am Vorabend die zwei Tonnen an den Strassenrand.)

Wassersparen ist hier ein grosses Thema. In Melbourne (bzw. vielen Teilen von Victoria) regnet es sehr wenig. Deshalb hat der Staat das Ziel herausgegeben, dass jede Person pro Tag nur 155 Liter Wasser verbrauchen soll (was sich allerdings v.a. im Sommer als absolut utopisch erwies). Und viel Wasser soll möglichst aufgefangen und andersweitig benutzt werden. So haben wir z.B. einen Eimer in der Dusche, in dem wir das Wasser auffangen, das herauskommt, während wir auf die richtige Temperatur warten. Mit jenem Wasser (grey water genannt) dürfen wir dann den Garten bewässern.

Es ist interessant zu sehen, dass die Aussies zwar ihren Müll trennen, die Wäsche möglichst kalt waschen und sie nicht im Trockner trocknen (d.h. dass sie umweltbewusst sind) sowie Wasser sparen, doch andererseits ohne schlechtes Gewissen überallhin mit dem Auto fahren. Benzin sparen oder CO2-Ausstoss verringern ist nicht wirklich ein Thema hier...

Wir haben uns versucht so gut wie möglich anzupassen und gehen in vielen Bereichen sicher als Aussies durch. Es ist wirklich spannend, mal den Alltag in einem anderen Land mitzuerleben und so einen besseren Einblick in das Land und die Leute zu erhalten!

Bis später wieder. Eure Neo-Aussies

Donnerstag, 2. April 2009

Die Schweiz eine Formel 1 Nation?

Hallo zusammen

Es ist schon Tradition, dass wir - sofern wir im März in Australien sind - den Formel 1 Grand-Prix in Melbourne besuchen. In diesem Jahr haben wir uns aber nicht als Touristen, sondern als richtige Aussies auf den Weg zum St. Albert Park gemacht. Woran man den Unterschied merkt? Wir waren bewaffnet mit Stühlen und unserem Eski. Wir haben uns also eingerichtet für einen gemütlichen Sonntag mit Picknick am Rande der Rennpiste... Einzig das Bier mussten wir auf dem Gelände kaufen, da die Organisatoren das Mitnehmen von Bier verboten haben.

Nachdem wir am Morgen des Renntages plötzlich etwas in den Stress kamen (siehe Blogeintrag über die Zeitverschiebung), waren wir am Ende aber doch rechtzeitig dort, um noch einen guten Platz zu erwischen. Wir richteten uns an einem Ort der Strecke ein, an dem die Autos mit knapp 300 Stundenkilometern an uns vorbei rasten (also natürlich nur die Formel 1 Autos, nicht aber die Autos in den Vorläufen). Und von dort aus genossen wir die verschiedenen Attraktionen, sei es auf der Piste, neben der Piste oder in der Luft.









Den ganzen Nachmittag über wurden wir also unterhalten, bevor es dann um 17 Uhr mit dem eigentlichen Rennen losging. Bei der vorangehenden Fahrerparade wurden die Rennfahrer dem Publikum in Feuerwehrautos präsentiert, als Dank für den riesigen Einsatz der Feuerwehr während der Buschbrände hier in Victoria.






Wir waren als Schweizer natürlich top motiviert, waren wir doch mit BMW-Sauber und mit Buemi als Fahrer gleich mit drei Autos vertreten. Die Schweizer Fahne durfte daher natürlich am Streckenrand nicht fehlen. Die Leute um uns herum waren in der Regel natürlich Fans von Mark Webber, dem einzigen australischen Fahrer im Feld. Die Stimmung sank dann kurz, als Webber bereits nach dem Start in einen Crash verwickelt wurde und so im Feld ganz hinten anstehen musste.


Das Rennen war sehr spannend und interessant und dank dem Radiokanal, welcher live berichtete (und einigen ruhigen Sekunden zwischendurch, wenn gerade mal kein Auto vorbei raste), waren wir meistens einigermassen im Bilde, wer nun gerade in Führung lag. Und da zwischendurch immer mal wieder der Safety-Car das Feld zusammenführte, ging das eigentlich ganz gut.







Gewonnen wurde das Rennen letztendlich von einem Team, welches wohl kaum einen Fan im Publikum hatte. Die vielen "roten" Ferrarifans auf jeden Fall mussten ziemlich enttäuscht nach Hause gehen. Und auch die Aussies hatten vergebens auf einen Erfolg von Webber gehofft. Wir aber konnten unsere Fahne doch noch ein bisschen schwenken, auch wenn die Saubers nicht gepunktet hatten. Mit Buemi auf Platz 6 gab's für die Formel 1 Nation Schweiz doch noch einige Punkte zu feiern.


Auch dieses Mal war es wieder ein eindrückliches Erlebnis und zum Ende konnten wir sogar noch die untergehende Sonne (mit Blick auf die City Melbourne) bestaunen.








Weitere Bilder findet ihr hier.

Bis bald,
Barbara und Michel

Dienstag, 31. März 2009

Swiss Festival

Hallo Ihr Lieben

Als gute Schweizer(in) haben wir uns natürlich aufgemacht, um in Melbourne am Swiss Festival teilzunehmen. Aber wo fand dieses statt: In Heidelberg (!) im Austria Club (!). Jänu, so haben "wir" uns halt bei den lieben Nachbarn eingemietet für diesen Anlass. Schliesslich haben wir ihnen beim Skifahren in den letzten Jahren viele Erfolge überlassen, da kann man Down Under auch mal grosszügig sein.
Am Swiss Festival wurden wir mal wieder mit unserer Schweizer Kultur konfrontiert. Jodlerclub, Alphorn und Trachten haben das Bild geprägt. Viele Gäste sind im Schweizer T-Shirt aufgetaucht. Und so richtig wusste man nicht mehr, in welcher Sprache man mit wem sprechen sollte (ein Mix aus Englisch, Französisch und Deutsch schien sehr erfolgsversprechend zu sein). Neben der Unterhaltung (die sehr stark an den Musikantenstadl erinnerte) genossen wir vor allem die Verpflegung. Barbara schlug beim Chäschuäche zu und Michel genehmigte sich eine Bratwurst (fast so gut wie die Olma-Wurst). Und zum Dessert gab es Apfelstrudel (einmal mit Rahm, einmal ohne). Aber das Highlight war etwas ganz anderes: wir konnten dort selbstgemachten ZOPF kaufen. Ein Hammer und so war das Nachtessen gleich auch noch ein Highlight!
Organisatoren dieses Swiss Festivals waren die verschiedenen Organisationen, die es hier in Melbourne gibt: Jodlerclub, Groupe Romande und Ticino etc. Das Durchschnittsalter haben wir aber eher nach unten gedrückt an dieser Veranstaltung...

Herzliche Jodlergrüsse,
Barbara und Michel

Montag, 30. März 2009

Eine Randnotiz

Hallo Ihr Lieben

Wir hoffen, dass ihr alle auf die Sommerzeit umgestellt habt. Ansonsten würdet ihr jetzt eine Stunde hinterher hinken...
Bezüglich Zeitumstellung möchten wir euch doch auf dem Laufenden halten. Vor einiger Zeit haben wir ja rausgefunden, dass wir auch in Melbourne die Zeit umstellen. Freundlicherweise hat der australische Kalender, der bei uns in der Küche hängt, angekündigt, dass dies am letzten Wochenende im März der Fall sein wird (also gleichzeitig mit euch).
An demselben Wochenende fand ja auch der Formel 1 Grand Prix statt. Den Start haben sie auf 17 Uhr verschoben, damit die Europäer nicht allzu früh aufstehen müssen am Morgen. Natürlich haben die Organisatoren auch den Sonnenuntergang durchgerechnet. Uns kam das etwas komisch vor, da vor der Zeitumstellung die Sonne etwa um 19.30 Uhr unterging. Das hätte dann bedeutet, dass das Rennen fast in Dunkelheit stattfinden würde. Nun, wir haben den Organisatoren vertraut.

Am Sonntag haben wir also die verlängerte Nacht genossen und eine Stunde länger geschlafen. Beim Frühstück (wir haben übrigens eine Bäckerei gefunden, die "richtiges" Brot verkauft) haben wir uns überlegt, dass ja eigentlich die Zeitumstellung nirgends gemeldet wurde. Im Gegensatz zur Schweiz, wo ja am TV und in den Zeitungen darauf aufmerksam gemacht wird.
Diese Tatsache - verbunden mit dem zu frühen Sonnenuntergang beim Grand Prix - hat uns unsicher gemacht (schliesslich wollten wir ja nicht das Rennen verpassen) und so haben wir mal den Laptop eingeschaltet und nach der Zeit in Melbourne gefragt. Und siehe da: die Zeitumstellung findet erst nächsten Sonntag statt...
Wir haben es noch rechtzeitig ans Rennen geschafft und die Sonne ging erst unter, nachdem auch der letzte Fahrer (ein Australier notabene) im Ziel war.
Das bedeutet also: diese Woche beträgt der Zeitunterschied zwischen der Frauenfelder Zeit und Melbourne 9 Stunden (Zürich wird sich zeitlich wahrscheinlich an Frauenfeld anlehnen), ab nächstem Sonntag sind es dann noch 8 Stunden.

Bis bald, der Bericht vom Grand Prix folgt dann schon noch.
Barbara und Michel

Freitag, 27. März 2009

Ballarat-Weekend

Hallo zusammen

Natürlich fand auch im März wiederum ein Anlass mit den Austauschlehrern statt. Dieses Mal wurden wir von den Lehrern rund um Ballarat (etwa 90 Minuten entfernt von Melbourne im Landesinnern) eingeladen. Wir haben Ballarat bereits vor fünf Jahren einmal besucht. Da es uns aber sehr gut gefallen hat und wir auch die anderen Lehrer und Partner (Michel hat andere Kollegen gefunden, die sich ebenfalls ein Jahr als Hausmann gönnen) wiederum sehen wollten, haben wir uns für das Weekend angemeldet.

Das Programm startete am Samstag um halb zehn Uhr morgens. Das bedeutete für uns natürlich früh aufzustehen... Bei strahlend blauem Himmel fuhren wir los. Je näher wir Ballarat kamen, umso schlechter wurde das Wetter. Schliesslich erlebten wir sogar den bislang stärksten Regenfall in unseren zwei Monaten Australien. Da es bereits bei unserem Besuch vor fünf Jahren geregnet hatte, gingen wir davon aus, dass es dort immer regnet. Wie uns aber erzählt wurde, ist das Gebiet extrem trocken (die Restriktionen für den Wassergebrauch sind noch höher als in Melbourne). Wir haben also einfach die beiden Regentage der letzten fünf Jahre getroffen...

Den Samstag verbrachten wir tagsüber in Sovereign Hill. Hier wurde Ballarat als Goldgräberstadt um rund 1850 nachgebaut (als ein riesiger Goldrausch ausgebrochen war in dieser Region). Das Städtchen ist wirklich sehr herzig und unterhaltsam. Zuerst erhielten wir eine kurze Einführung, Kaffee und Znüni und die Kinder wurden verkleidet. Das sah dann so aus:












In Sovereign Hill wird man den ganzen Tag unterhalten. So kann man bei der Goldgewinnung zuschauen, erfahren, wie das mit dem Kerzenziehen funktioniert hat früher oder auch an einer Führung durch eine Mine teilnehmen. Und natürlich kann man auch selbst versuchen, Gold zu finden. Die Geduld dazu hat uns aber leider gefehlt...


















Die Zeit in Sovereign Hill verging rasch. Weniger ausgiebig besuchten wir anschliessend das Museum und auch in Ballarat blieben wir nur kurz (obwohl das Städtchen eigentlich sehr schön ist, aber das Wetter wurde gegen den Abend wieder sehr unangenehm kühl).

Am Samstagabend waren wir dann bei einem ehemaligen Austauschlehrer aus Ballarat zum Barbeque eingeladen. Dort hatten wir dann auch ausgiebig Zeit, uns mit unseren Kollegen aus aller Welt (d.h. vor allem aus Kanada) zu unterhalten. Die Lehrer(innen) konnten ihre Eindrücke austauschen, während die Hausmänner über das Tagesprogramm und das günstigste Waschmittel diskutierten...
Zum ersten Mal assen wir an diesem Abend auch Känguruh und Krokodilfleisch. Während uns das Känguruh nicht wirklich schmeckte, waren wir vom Krokodilfleisch doch sehr angetan. Das hat uns doch ziemlich überrascht. Uns wurde dann aber mitgeteilt, dass das Känguruhfleisch in der Regel besser schmecke. Wir werden es dann also nochmals probieren.

Unsere Herberge über Nacht hatten wir bei einem Lehrerehepaar, welches etwa 50 Kilometer ausserhalb von Ballarat lebt. Wir fuhren also in eine ziemlich abgelegene Gegend und wir waren froh, dass wir "unseren" Lehrer bereits beim Barbeque getroffen hatten. Es wäre schwierig gewesen, diese abgelegenen Waldwege alleine zu finden. So fanden wir uns in einem schönen Haus abgelegen wieder. Wir wurden sehr freundlich bewirtet (mit Speck und Ei zum Frühstück) und wir konnten am Sonntagmorgen sogar noch eine kurze Spazierfahrt in der Gegend geniessen, um Känguruhs zu sehen.



Am Sonntag ging dann das offizielle Programm weiter mit einem Besuch des Tierparks in Ballarat. Leider hat uns die Sonne auch dieses Mal nur am Morgen kurz angelacht, bevor es wiederum wieder ziemlich kalt wurde. Aber dennoch liessen wir es uns nicht nehmen, einen Koala und Känguruhs zu sehen und sogar zu streicheln. Wir haben jetzt auch ein neues Haustier. Toya wird sich freuen:









Es war also wiederum ein gelungenes Wochenende mit unseren Austauschlehrern. Es wäre natürlich schön, wenn wir dann auch zurück in der Schweiz die Gelegenheit hätten, uns mit Austauschlehrern aus anderen Ländern zu treffen und ihnen die Schweiz zu zeigen. Wir schätzen das Engagement der Lehrer hier sehr und wir spüren bei den ehemaligen Austauschlehrern auch immer, wie gerne sie auf ihr Austauschjahr zurückblicken. Es ist schön, wenn man diese Eindrücke und Erfahrungen mit anderen teilen kann.

Wie immer findet ihr weitere Bilder von diesem Ausflug hier.

Herzliche Grüsse aus Down Under,
Barabara und Michel

Dienstag, 17. März 2009

Great Ocean Road

Dank dem Labour Day durften wir ein langes Wochenende an der fantastischen Great Ocean Road verbringen. Unser Reiseführer Michel hatte für uns für zwei Nächte in einem herzigen Bed & Breakfast in Apollo Bay (etwa in der Hälfte der Great Ocean Road) gebucht. Hurra!







Als wir losfuhren, war das Wetter leider gar nicht so, wie wir uns es gewünscht hätten: Bedeckt, windig, kühl. Doch als wir "hinter" Melbourne in Torquay an der Küste angelangt waren, die unzähligen Surf-Shops dort tatsächlich ohne eine Einkaufstasche verlassen hatten und uns für unseren Zmittag an den Strand setzten (also natürlich nicht an den Strand selbst, sondern an einen typischen Aussie-Picknick-Tisch), zeigte sich doch tatsächlich ganz schüchtern die Sonne. Für den nächsten Küstenabschnitt wurde das Wetter immer besser (obwohl nicht unbedingt wärmer), und so leuchteten die Farben viel intensiver.








Und dann begann die Great Ocean Road endlich! Wahnsinnig, wie sich diese Strasse der steilen Küste entlang schlängelt (wirklich sehr kurvenreich!)! Auch wenn wir diese Tour vor fünf Jahren bereits einmal gemacht haben, waren wir immer noch hingerissen von diesem Erlebnis.











In Kennett River mussten wir dann erfahren, dass das, was vor fünf Jahren noch ein Geheimtipp war, mittlerweile zur Touristenattraktion geworden ist: der Wald hinter dem Campingplatz mit den Koalas. Trotzdem wollten wir diese knuddeligen schwarzen Punkte in den Bäumen doch in Natura sehen. Und siehe da, es lohnte sich enorm: Plötzlich hörte Barbara ein Geräusch, das nach einem herumlaufenden Tier tönte. Kurz darauf sahen wir einen Koala herumwatscheln! (Michel will zwar immer für sich beanspruchen, dass er derjenige gewesen war, der den Koala gehört und entdeckt hat, aber das stimmt natürlich nicht!) Und nicht genug: Plötzlich spazierte er in knapp zwei Metern Entfernung (und das nur, weil wir vor Überraschung zurückwichen) an uns vorbei über den Weg!!! Keine Spur von Angst oder Scheu! Der Anblick eines sich bewegenden Koalas war einfach köstlich! ;-)


Am nächsten Tag war das Wetter am Morgen leider wieder nicht wirklich gut. So entschieden wir uns, Petrus noch eine Chance zu geben und fuhren zuerst im Landesinnern via Turtons Treck zum Otway Fly Treetop Walk. Der Turtons Treck ist eine schmale Strasse durch eine Art Regenwald. Meeegaschön - aber plötzlich war es nur noch 10 Grad kalt!!


Da der Treetop Walk doch auf 25 Meter über dem Boden führte, schickte Michel Barbara alleine los (seine Version lautet zwar, er hätte nicht mitdürfen, aber wer's glaubt...). Es war kühl, aber cool ;-) Von oben auf die riesigen Farne zu sehen und kurz unter den Baumwipfeln herumzulaufen, machte Spass. Aber da Barbara den armen Michel nicht zu lange im warmen Café warten lassen wollte (der Spass dauerte doch ca. 45 Minuten), raste sie mehr oder weniger durch den Kurs.



Danach stiessen wir doch tatsächlich in die dritte Austauschlehrerfamilie an diesem Wochenende (zwei davon hatten wir am ersten Tag beim Leuchtturm getroffen): Es schien, als ob viele die gleiche Idee gehabt hätten, das lange Wochenende an der Great Ocean Road zu verbringen. Dass wir aber gleich drei davon auch wirklich sahen, war ein rechter Zufall!

Wir zwei Ausflügler watschelten dann noch etwas durch den "Regenwald", bis sich endlich doch die Sonne zeigte und wir uns an die Küste wagen konnten. Das Wetter wurde immer besser, wie die Bilder auch zeigen: Bei den berühmten zwölf Aposteln, von denen ja immer weniger tatsächlich vorhanden sind, war der Himmel noch etwas bewölkt, doch später verzogen sich diese Wolken immer mehr.







Nach der zweiten Nacht in Apollo Bay suchten (und fanden) wir nochmals Koalas (sehr nah und sooo herzig!), bevor wir uns auf den Rückweg machten, dieses Mal nicht durch Melbourne hindurch, sondern mit der Fähre von Queenscliff nach Sorrento. Die Überfahrt lohnt sich sehr, da man eine schöne Aussicht auf Point Nepean hat. Zudem konnten wir so bereits einmal für die längere Fahrt mit der Fähre üben, die wir in den April-Ferien nach Tasmanien machen werden.







Es war also ein fantastisches Wochenende, von denen es gerne noch mehr geben darf!

Zum Schluss nochmals ein paar Bilder von lustigen Schildern ;-) (Australien ist die Schilder-Nation!)










Weitere Bilder von der Great Ocean Road und natürlich von den Koalas findet ihr hier.